Das Moor kann sehr viel Wasser aufnehmen und speichern. Wenn es austrocknet, nimmt die Höhe deutlich ab und es werden große Mengen an CO₂ emittiert, was schädlich für unser Klima ist.
Auch durch Landwirtschaft stoßen entwässerte Moorböden sehr viel mehr CO₂ aus, als nasse intakte Moorböden. Deutlich weniger CO₂ wird ausgestoßen, wenn der Moorboden nass ist.
Werden Moorböden nachhaltig genutzt, also Landwirtschaft auf nassen (nicht entwässerten oder wiedervernässten) Moorböden betrieben, können wir also davon ausgehen, dass deutlich weniger CO₂ ausgestoßen wird, als bei Landwirtschaft auf entwässerten Moorböden.
Es werden also Lösungen für diese Art der Nutzung benötigt. Dies ist mit sogenannten Paludikulturen möglich. Der Begriff wurde vom Moorcentrum Greifswald entwickelt und geprägt.
Die bekannte Moorforscherin Franziska Tanneberger forscht hier mit einem Team von Wissenschaftlern an neuen nachhaltigen Anbaumethoden für Schilf und Rohrkolben auf nassen Moorböden und deren Weiterverarbeitung zu Produkten.
Außerdem wird geforscht, ob und wie Torfmoose als Torfersatz in Substraten für den Gartenbau angebaut werden können.